Historisch: Zeugen Jehovas unterbrechen wegen Corona in vielen Ländern ihren Predigtdienst

Kennst du schon den "Goodbye, Jehova!"-Podcast?

Ich war 20 Jahre bei den Zeugen Jehovas und ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals vorkam, dass der Predigtdienst unterbrochen wurde. Selbst in Ländern, in denen man sich der Verfolgung durch die Behörden ausgesetzt sah, predigte man irgendwie weiter, zumindest wurde das erwartet.

Daher glaube ich, dass es sich hier tatsächlich um ein historisches Ereignis handelt:

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Glaubensführung der Zeugen Jehovas in vielen Ländern veranlasst, den Predigtdienst zu unterbrechen.

Während es sich unter Ex-Zeugen Jehovas für viele Länder bislang nur um Hörensagen handelte, haben wir nun für Deutschland und das Vereinigte Königreich schriftliche Gewissheit.

In einem Brief an die Versammlungen (Gemeinden) heißt es (deutscher Brief; englischer Brief hier):

Wir bitten euch, ab sofort Predigtdienstmethoden zu vermeiden, die direkten Personenkontakt erfordern. Um auch die Empfindungen der Öffentlichkeit zu berücksichtigen, schließt dies u.a. den Trolley, Hafen und Fernfahrerdienst ein. (…) Um sich weiterhin am Predigtdienst zu beteiligen, könnte man Textnachrichten, E-Mails oder Briefe schreiben sowie, wo erlaubt, telefonisch Zeugnis geben.

Heißt: Wer jetzt wegen COVID-19 gezwungen ist, zu Hause zu sein, braucht bis auf Weiteres keine Angst haben, dass die Zeugen Jehovas das ausnutzen.


Dieser Podcast ist eine Ergänzung zum Bestseller Goodbye, Jehova! Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ. Jetzt reinlesen!